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Das hässliche Entlein

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„Anderssein“ war Thema für 63 Kinder anlässlich des Tags „Stadt der Kinder“ am 2. Juni 2017. Das Galli Theater führte in einer Frankfurter Premiere „Das Hässliche Entlein“ auf. Das Stück war angelehnt an das gleichnamige Buch des Autors Hans Christian Andersen. Mit lustigen Liedern und zauberhaften Kostümen vereinnahmten die vier Schauspieler die jungen Zuhörer der ersten und zweiten Klassen für ihre Vorführung.

Nachdem die Entengeschwister das hässliche Entlein immer wieder ausgegrenzt hatten, suchte es verzweifelt bei anderen Tieren nach Freundschaft. Vergeblich! Die Enten, die Katze und der Hund stellten alle fest: „Mit dir stimmt etwas nicht, du bist hässlich.“ Nach langer Zeit der Suche traf das hässliche Entlein auf Schwäne. Die Schwäne erkannten sofort, dass das hässliche Entlein in Wahrheit gar nicht hässlich, sondern nur anders war. Es entpuppte sich als hübscher Schwan.
Im Anschluss an das Theaterstück konnten sich die Erstklässler mit den Schauspielern über ihre Erfahrungen mit Ausgrenzung unterhalten. Viele Schülerinnen und Schüler gaben zu, sich selbst schon ausgegrenzt gefühlt zu haben. Eine Schülerin gab auch zu, selbst schon einmal ausgegrenzt zu haben und stellte fest, dass das manchmal gar nicht absichtlich passiert. Zusammen mit den Schauspielern schlüpften die Kinder in verschiedene Tierrollen und konnten so noch einmal die unterschiedlichen Gefühle nachvollziehen.
Am Schluss stellte sich die Frage, ob man sich nur dann integriert und akzeptiert fühlen kann, wenn man so hübsch wird, wie der Schwan. Ein Schauspieler betonte, dass die Schönheit des Schwans nur symbolisch gemeint sei. Es komme nicht auf die optische Schönheit eines Menschen an, sondern nur darauf, den Wert und die innere Schönheit des anderen zu erkennen. Wer Akzeptanz und Integration erfährt, wird sich automatisch „hübsch“ und gut fühlen.